Literatur-Tipp: Oldschool quasi …

Hütten - Schnelle MotorenHütten - Schnelle Motoren

Chip-Tuning ist hipp. Und lichtscheue Computer-Freaks versprechen exorbitante Leistungssteigerungen dank eines neue Chips aus dem Eprom-Brenner. Funktioniert sogar, die Frage ist nur: Wie lange?

Wer sich ernsthaft mit dem Thema Tuning beschäftigen will, sollte nicht zum Laptop samt geeigneter Software und Datenkabel greifen, sondern sich erstmal dem Grundlagenstudium widmen. Und dafür ist ein Werk besonders geeignet: Helmut Hütten – Schnelle Motoren seziert und frisiert. Meine Ausgabe stammt aus den 70er Jahren, hat quasi schon fast historischen Wert. Und schon damals waren viele Beispiele älteren Datums. Im Handel gibt es das Werk immer noch.

Was ist das Besondere an dem Buch? Es erklärt, wo die Leistung gesucht und wie sie gefunden wurde. Und das im historischen Kontext. Ist zum einen spannend und zum anderen lehrreich. Meine Ausgabe ist voll von Schnittzeichnungen und Tabellen. Einziger Nachteil: Ein bißchen Ahnung von Physik oder besser ein Maschinenbaustudium was da eigentlist schon hilfreich.

Trotzdem: Hier werden Grundlagen vermittelt. Und plötzlich versteht man, warum echtes Tuning mehr ist als nur einen Chip zu modifizieren. Und selbst in Sachen Chip hilft das Buch: Denn es wird klar, was man da eignetlich verändert. Und warum.

Wer allerdings eine Schnellanleitung sucht, mit deren Hilfe er seinen Focus, Golf, Corsa oder Sonstwas mal eben um ein paar Dutzende PS bereichern kann: Finger weg. Du wirst keine Antworten finden. Es geht hier quasi um oldschool.

Ein Klassiker für die Hubraum statt Spoiler-Fraktion. Die 1994er Ausagabe gibt es bei Amazon für gut 30 Euro , älter wie meine 1977er auch günstiger.

Helmut Hütten
Schnelle Motoren
seziert und frisiert
6., völlig neubearbeitete Auflage von 1977
566 Seiten mit 430 Abbildungen und 4 Ausschlagtafeln (und einer eingelgten zweiseitigen „Sach- und Druckfehler-Berichtigung)
Richard Carl Schmidt & Co. Braunschweig
ISBN 3-87708-060-10

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Über den Autor

Frank Wiebrock
Frank Wiebrock
Frank Wiebrock, Jahrgang 1962, schreibt seit Anfang der 90er Jahre für Tageszeitungen und arbeitet seit 2000 für NOZ Digital.

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